Fahrradboxen in Friedrichstal und Spöck – nicht in Blankenloch

Packstation Bahnhof Blankenloch

Bild: Martin Strohal

Von Martin Strohal | 01.11.2022 22:49 | 2 Kommentare

Der Gemeinderat hat in seiner Oktober-Sitzung beschlossen, abschließbare Fahrradabstellanlagen am Bahnhof Friedrichstal und an der Endhaltestelle in Spöck zu errichten. Am Bahnhof Blankenloch wurde während der Prüfung an der vorgesehenen Stelle eine Packstation aufgestellt, weshalb dort kein Standort zur Verfügung steht, der den Förderkriterien entspricht.

Die Aufstellung in Blankenloch und Friedrichstal sollte über das Projekt „Bike+Ride-Offensive“ erfolgen. Diese fördert das Errichten von Fahrradabstellanlagen an Bahnhöfen und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz sowie der Deutschen Bahn getragen.

Da der Standort in Spöck – mangels Bahnhof – nicht über dieses Projekt förderfähig ist, stellte die Stadtverwaltung einen Antrag zur Errichtung von Fahrradboxen über das Landesgemeindeverkehrsgesetz. Von den Kosten in Höhe von 33.000 Euro werden 15.800 Euro übernommen, der Rest verbleibt bei der Stadt. Das Projekt soll noch in diesem Jahr umgesetzt werden. Aufgrund von Lieferengpässen könne die Umsetzung sich jedoch bis nächstes Jahr verzögern.

In Friedrichstal soll eine Sammelschließanlage mit zwölf Plätzen aufgestellt werden. Hier wird mit Kosten in Höhe von 76.000 Euro gerechnet, wovon etwa 24.000 Euro die Stadt zu übernehmen hat. Eine Förderzusage wurde in Aussicht gestellt, ist jedoch noch nicht erteilt worden. Die Umsetzung kann erst im Anschluss erfolgen.

Am Bahnhof Blankenloch wurde noch während der Prüfung ohne Abstimmung mit der „Bike+Ride-Offensive“ eine DHL-Packstation auf der für die Sammelschließanlage vorgesehenen Fläche errichtet. „Ein Alternativstandort, der den Förderkriterien entspricht, steht nicht zur Verfügung“, so die Stadtverwaltung. Im Zuge der geplanten Baumaßnahmen entlang der Bahnhofstraße werde ein neuer Standort geprüft. Dieser hätte jedoch den Wegfall von Kfz-Stellplätzen zur Folge. Der Betrieb der Anlagen soll durch die Firma Kienzler Stadtmobiliar erfolgen. Der Gemeinderat billigte das Vorgehen einstimmig.

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