Steigende Energiepreise machen auch den Stutenseer Vereinen zu schaffen. Sie bringen die Finanzplanungen durcheinander und führen zu kühleren Turnhallen.
Der Turnverein Friedrichstal (TV Friedrichstal) rechnet für das kommende Jahr mit Energiekosten für Gas und Strom in Höhe von etwa 16.000 Euro, berichtet Vorstand Michael Nowack. Zum Vergleich: Das sind etwa 9.000 Euro mehr als in diesem Jahr. Das hat Folgen: „Die einkalkulierten Mehreinnahmen durch die im März beschlossene Beitragserhöhung verpuffen, und geplante Investitionen in die Infrastruktur müssen geschoben werden.“
Der Einkaufspreis für das Öl, das zum Heizen benötigt wird, habe sich verdreifacht, teilt Isabelle Zwirtz von der Geschäftsstelle der TSG Blankenloch mit. Auch hier wird deshalb mit enormen Kostensteigerungen gerechnet.
Beide Sportvereine versuchen, gegenzusteuern. In Friedrichstal wird die Halle nur noch auf 18 Grad geheizt, die Absenkzeiten der Heizung werden verlängert und die Temperatur des Duschwassers auf 60 Grad begrenzt. „Wir befürchten aber, dass noch drastischere Maßnahmen wie weitere Absenkungen der Raumtemperatur oder das Abschalten der Duschen notwendig werden“, so Michael Nowack.
In Blankenloch versucht die TSG, die Heizperiode so kurz wie möglich zu halten und nach Bedarf zu heizen, abgestimmt auf Hallenbelegung und Tageszeit. „Ansonsten gehen wir sparsam mit Strom um, lassen also keine unnötigen Elektrogeräte oder Licht brennen“, berichtet Isabelle Zwirtz. Daneben hoffe der Verein auf Unterstützung von Sportverband, Land und Bund, damit die Situation nicht existenzbedrohend wird.
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