Grüne wollen Blumen statt Schotter

Symbolbild Schottergarten

Bild: Martin Strohal

Von Martin Strohal | 11.09.2019 20:51 | 1 Kommentar

Die Gemeinderatsfraktion der Grünen in Stutensee will, dass noch in diesem Jahr alle Schotter- und Kiesschüttungen, die sich auf öffentlichen Flächen befinden, entfernt und durch Blühpflanzen ersetzt werden.

Als Beispiel nennen die Grünen die drei Verkehrsinseln in Staffort und die beiden Kreisverkehre in Friedrichstal und Blankenloch/Gewerbegebiet. „Die Stadt muss auch bezüglich Blühflächen statt Schotter ein Vorbild sein“, fordern die Lokalpolitiker.

Die Stadt wurde kürzlich mit der „Goldenen Wildbiene“ des Landes prämiert für „Blühende Verkehrsinseln“ (wir berichteten). „Die Gutachter haben sich die genannten Verkehrsinseln sicherlich nicht angeschaut“, so die Grünen. Die prämierten Maßnahmen seien Schritt in die richtige Richtung, allerdings seien die Flächen mit 250 Quadratmetern doch sehr klein. „Mit einer ökologischen Bewirtschaftung der öffentlichen Grünflächen, wie von uns seit langem gefordert, könnte zusätzlich weit mehr erreicht werden.“

Zudem beantragten die Grünen in ihrem Brief an Oberbürgermeisterin Petra Becker und Erste Bürgermeisterin Sylvia Tröger, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um das weitere Anlegen von Schottergärten zu verhindern und bestehende Schottergärten in Grünflächen umzuwandeln. Möglichkeiten seien nach der Landesbauordnung und dem Baugesetzbuch gegeben.

Als Begründung führen die Grünen eine Stellungnahme des Ministeriums für ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg an. Danach sorgen Schottergärten für eine Aufheizung der Städte und haben negative Auswirkungen auf die biologische Aktivität im Boden und auf den Wasserhaushalt. Zudem gehe mit der Anlage von Schottergärten ein Verlust an Lebensraummöglichkeiten für heimische Tier- und Pflanzenarten einher. Das Ministerium weist daraufhin, dass die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln auf reinen Schotterflächen zur Verdrängung von Unkraut verboten sei.

Mit dem Antrag der Grünen muss sich der Gemeinderat befassen. Die Grünen wünschen eine Behandlung noch im Oktober.

Bildquellen:

  • Schottergarten: Martin Strohal
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