Zehn Kinder des Stafforter Waldkindergartens haben am Montag in der Dreschhalle das historische Zollhäuschen neu gestrichen. Das kleine Holzhaus stand ursprünglich an der Büchenauer Straße. Es erinnert an die frühere Grenze zwischen Baden und der Kurpfalz, die im Jahr 1803 während der napoleonischen Neuordnung aufgelöst wurde.
Ortsvorsteher Adalbert Scherer hatte zuvor im Amtsblatt Freiwillige für die Arbeiten gesucht. Auf den ersten Aufruf meldete sich die Erzieherin Daniela Wunsch. Beim Streichen wechselten sich die Kinder ab: Während jeweils zwei Mädchen und Jungen Pinsel und Farbe nutzten, spielten die übrigen Kinder auf einem angrenzenden Acker.
Die Aktion spiegelt die enge Verbindung im Dorf wider. „Der Ort macht viel für den Kindergarten“, sagte Leiterin Heidrun Götz zur Zusammenarbeit.
Vor dem Anstrich war eine grundlegende Sanierung nötig. Nach 16 Jahren wies das Bauwerk schwere Schäden auf. Das Häuschen war zur 900-Jahr-Feier Stafforts vor 16 Jahren gebaut worden. Ein örtlicher Zimmermeister überarbeitete nun ehrenamtlich die Holzkonstruktion. Das bisher nur mit Dachpappe bedeckte Dach erhielt eine neue Eindeckung. Zudem schützte ein anderer Ehrenamtlicher das Holz im unteren Bereich vor Feuchtigkeit, um die Standfestigkeit dauerhaft zu sichern.
Fertiggestellt ist die Sanierung damit noch nicht: Auf einen zweiten Aufruf des Ortsvorstehers meldeten sich zwei Bürger aus Spöck und Staffort. Sie tragen in Kürze den zweiten Anstrich auf.
Noch in diesem Jahr soll das Häuschen an seinen angestammten Platz an der Büchenauer Straße zurückkehren, so der Plan des Ortsvorstehers.
Bildquellen:
- Zollhäuschen Staffort: Martin Strohal
- Zollhäuschen Staffort: Martin Strohal
- Zollhäuschen Staffort: Martin Strohal
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