Der erste Wahlgang der Oberbürgermeisterwahl in Stutensee ist vorbei. Sven Schiebel ist ausgeschieden und überdenkt deshalb sein bisheriges Engagement. Gleichzeitig stellt er sich hinter Tobias Walter. Dieser vertrete auch seine Werte.
Am vergangenen Sonntag hat Stutensee gewählt. Nach dem amtlichen Endergebnis erreichte Frank Burkard klar den ersten Platz mit 43,7 Prozent der gültigen Stimmen. Tobias Walter folgt auf Platz zwei mit 34,5 Prozent. Sven Schiebel erhielt nur 21,8 Prozent, weshalb er ausscheidet. Burkard und Walter gehen in die Stichwahl am 26. Juli.
Ergebnisse in den Stadtteilen
Ein Blick auf die Zahlen zeigt: Burkard erreichte in allen Stutenseer Stadtteilen über 40 Prozent der Stimmen, in Spöck schaffte er mit 54,2 Prozent sogar die absolute Mehrheit. Am schlechtesten ist sein Ergebnis in Blankenloch mit Büchig mit 40,1 Prozent. Dort erreichte Sven Schiebel sein bestes: 29,4 Prozent. In den nördlichen Stadtteilen hingegen waren für ihn nur 14,2 Prozent (Friedrichstal und Spöck) bzw. 14,3 Prozent (Staffort) drin.
In Staffort wiederum, wo er aufwuchs, lag Tobias Walter mit 44,3 Prozent vorne. In Blankenloch mit Büchig hingegen waren für ihn gerade mal 30,4 Prozent drin. In Spöck erhielt er 31,6 Prozent der gültigen Stimmen. Besser sah es in Friedrichstal mit 42,0 Prozent für ihn aus.
Interessant wird sein, wie sich die bisherigen Wähler:innen von Sven Schiebel in der Stichwahl verhalten. Werden sie überhaupt noch zur Wahl gehen? Werden sie Tobias Walter unterstützen, wie Schiebel selbst als auch die Freien Wähler empfehlen?
Reaktionen am Wahlabend
Im Interview am Wahlabend zeigte sich Schiebel enttäuscht über sein Wahlergebnis und zieht auch Konsequenzen daraus. Es werde sich etwas an seinem Engagement ändern, kündigte er an. „Ich habe ja gesehen, dass die Sachen, die ich gemacht habe, den Leuten anscheinend nicht wichtig waren.“
Der Wahlkampf mit Tobias Walter sei sehr kollegial gewesen, so Schiebel. „Das gibt mir Hoffnung für die Zukunft, dass mit Tobias Walter jemand ins Rathaus einziehen würde, der auch meine Werte und auch meine Herangehensweise, wie ich das gemacht hätte, tragen würde.“
„Das Wahlergebnis zeigt eindeutig: Die Stutenseerinnen und Stutenseer möchten gerne einen Stutenseer – jemand, der die Stadt wirklich kennt und für sie brennt – als Oberbürgermeister“, interpretiert Tobias Walter die Zahlen. Er würde sich über eine weiter steigende Wahlbeteiligung freuen.
Frank Burkard zeigte sich zufrieden damit, dass er sein Ziel, im ersten Wahlgang vorne zu liegen, erreicht hat. Als Grund für sein Abschneiden sieht er insbesondere seine Bürgermeistererfahrung. „Ich wünsche mir sehr, dass viele Bürgerinnen und Bürger wählen gehen.“ Nun wolle er auf 50 Prozent kommen.
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