Notfallkonzept für Betreuung wird erarbeitet

Pestalozzi-Grundschule Blankenloch

Bild: Martin Strohal

Von Martin Strohal | 26.11.2025 21:50 | 1 Kommentar

Nach der Schließung der Räume des alten Schulgebäudes in Blankenloch arbeitet die Stadtverwaltung an einem Notfallkonzept. Entgegen der ursprünglichen Information soll eine eingeschränkte Betreuung bereits ab dem 3. Dezember möglich sein.

„Schule und Kernzeit machen es dank guter Zusammenarbeit möglich, dass schon ab Mittwoch, den 3. Dezember, wieder eine Betreuung angeboten werden kann“, so die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung.

Die Tage bis dahin würden genutzt werden, um die Räume für die Betreuung vorzubereiten und umzuziehen. „Wir bedauern
sehr,“ teilt das Team mit, „dass wir an den Tagen bis dahin keine Betreuung anbieten können – allerdings können wir nur so eine Umsetzung bis kommenden Mittwoch gewährleisten.“

Die Betreuung soll gemäß Notfallkonzept im zweiten Obergeschoss der Pestalozzi-Grundschule stattfinden. Die Zahl der Betreuungsplätze müsse auf 95 Kinder begrenzt werden, so die Verwaltung. Sie begründet das mit der Raumsituation und der Personalaufteilung. Aktuell nehmen rund 140 Kinder die Kernzeitbetreuung in Anspruch.

Kriterien für Platzvergabe

Das Notfallkonzept sehe eine Platzvergabe nach bestimmten Kriterien vor. So gebe es beispielsweise einen Vorrang für Alleinerziehende, die berufstätig sind. Alle Familien sollen so bald wie möglich darüber informiert werden, ob sie in der Notfallbetreuung berücksichtigt werden.

Eine weitere Einschränkung betreffe die Verpflegung: Räumlich bedingt sei kein warmes Mittagessen möglich, ersatzweise werde ein Vesperpaket durch das Catering-Unternehmen angeboten.

Die Eltern seien informiert worden, dass sie den Betreuungsplatz sofort kündigen könnten und dass sie die Monatsbeträge für November und Dezember erstattet bekämen, wenn sie im Dezember auf die Betreuung verzichten. Für die Verpflegung mit Vesperpaket anstatt einer warmen Mahlzeit würde der Essensbeitrag um die Hälfte reduziert werden.

Wie geht es weiter?

Verwaltung und Teamleitung der Kernzeit entwickeln parallel ein Nutzungskonzept für das „Alte Schulhaus“, bei dem nur das Erdgeschoss genutzt werden soll, wie es der Gemeinderat am Montag beschlossen hat. Ein entsprechend ausgearbeiteter Bauantrag solle dann unverzüglich bei der Baurechtsbehörde eingereicht werden. Die Bearbeitungsdauer sei allerdings nicht absehbar. Auch in diesem Konzept sei die Anzahl der Plätze begrenzt.

Entscheidung des Gemeinderats

Ein Antrag von CDU/FDP und Freien Wählern hatte zum Ziel, die Ausgaben für den Brandschutz zu reduzieren. Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass ihr Konzept neben den sonstigen brandschutztechnischen Maßnahmen als konkreten Vorschlag eine Gerüsttreppe temporär zum Kauf oder zur Miete enthalten habe, um den zweiten baulichen Rettungsweg kostengünstiger herstellen zu können.

Auf Beschluss des Gemeinderats vom Montag sollen künftig nur noch das Erdgeschoss im Alten Schulhaus und ergänzend Klassenräume in der Pestalozzischule für die Kernzeitbetreuung genutzt werden. Die Verwaltung machte ihrerseits deutlich, dass auch Notfallkonzepte der Betrachtung, Prüfung und Genehmigung (Nutzungsänderung) samt brandschutzrechtlicher Einordnung bedürfen und bei der Baurechtsbehörde einzureichen seien.

Letztere untersagte die Nutzung des Alten Schulgebäudes ab Mittwoch bis zur abschließenden Beurteilung.

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