Die Stadtverwaltung unterstützt seit August 2023 finanziell die Anschaffung von Balkonsolarmodulen. Diese Förderung soll nun vereinfacht werden.
Bei der Förderung nimmt die Stadtverwaltung geplante Änderungen der Bundesregierung vorweg. So wird künftig auf die Verwendung eines sogenannten Wieland-Steckers als Voraussetzung verzichtet. Die Leistung des Wechselrichters wird von 600 auf 800 Watt erhöht, sobald das entsprechende Bundesgesetz verabschiedet worden ist. Der Installationsort spielt nun auch keine Rolle mehr. Bisher waren Hausdachflächen ausgeschlossen. Und schließlich wird auf den DGS-Sicherheitsstandard keinen Wert mehr gelegt. Eine CE-Kennzeichnung genügt.
Wer sich ein solches Balkonsolarmodul oder eine Steckersolaranlage beschafft, wird auf Antrag von der Stadtverwaltung mit 250 Euro unterstützt. Kosten unterhalb von 250 Euro werden zu 25 Prozent gefördert.
Marius Biebsch (Junge Liste) kritisierte die neue Regelung: „Wer eine Anlage für 251 Euro kaufe, bekomme 250 Euro.“ Deshalb enthalte er sich bei der Abstimmung.
Laut Oberbürgermeisterin Petra Becker gehe die Verwaltung von Kosten für solche Anlagen in Höhe von 600 bis 800 Euro aus.
„Das ist eine deutliche Vereinfachung für die Verwaltung“, betonte Tobias Walter (ebenfalls Junge Liste). Die Antragsteller würden ansonsten bei der Beantragung kreativ werden.
Auch Volker Stelzer (Grüne) lobte den „Pragmatismus zum Wohle der Bürger“.
Bis auf die eine Enthaltung gab es Zustimmung im Gemeinderat. Die übrigen Fördermaßnahmen wie Fassaden- und Dachbegrünung sowie Entsiegelung von Flächen bleiben bestehen. Alle Maßnahmen sollen im Herbst überprüft werden.
Korrektur 25.3.2024: Die Erhöhung von 600 auf 800 Watt im Rahmen des Förderprogramms erfolgt erst, sobald das entsprechende Bundesgesetz verabschiedet worden ist.
Bildquellen:
- Balkonsolaranlage: Franz Bachinger/Pixabay
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