Das Land Baden-Württemberg will zwei Prozent seiner Fläche für erneuerbare Energien reservieren. Mit der Planung, welche Flächen genau geeignet sind, wurden die Regionalverbände beauftragt. Verbandsdirektor Matthias Proske informierte den Stutenseer Gemeinderat bei seiner letzten Sitzung über den aktuellen Stand.
1,8 Prozent der Fläche soll für Windkraftanlagen reserviert werden, erläuterte Matthias Proske, Direktor des Regionalverbands Mittlerer Oberrhein, zu dem Stutensee gehört. Entsprechende Planungen würden sich gegen bisherige rechtskräftige Flächennutzungspläne durchsetzen, so hoch sei die Dringlichkeit. Werden die entsprechenden Flächen gefunden, ist es nur dort erlaubt, Windkraftanlagen zu bauen. Sollte das Flächenziel verfehlt werden, wäre der Bau überall möglich.
„Wir werden mit mehr als 1,8 Prozent in das Verfahren einsteigen“, erläuterte Proske. Durch Ausschlussgründe könnten nachträglich Flächen entfallen. Es müsse jedoch sichergestellt sein, dass dennoch genug am Ende übrig bleiben.
Die sogenannte „Suchraumkulisse“, also wie und wo nach geeigneten Flächen für Windkraftanlagen gesucht wird, soll Ende Juli vorgestellt werden. Der Satzungsbeschluss soll Ende 2025 getroffen werden. Eine Fristverlängerung sei nicht möglich, so Proske, da der Erwartungsdruck in der Landesregierung sehr hoch sei.
Vorteil der Region Mittlerer Oberrhein sei, dass die Windsituation fast überall ausgezeichnet sei. „Gehen Sie davon aus, dass auch hier in Stutensee Flächen betroffen sein werden“, so Proske. Flächen mit höherer Qualität könnten wegen Eigentumsrechten, Zugänglichkeit oder Entfernung zum nächsten Zugangspunkt ausscheiden.
Freiflächen-Solaranlagen können von Kommunen jetzt schon in enger Abstimmung mit dem Regionalverband ermöglicht werden. Diese sollen künftig mindestens 0,2 Prozent der Regionsfläche belegen.
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