Transparenz zu den Linden an der Festhalle?

Südliche Badstraße

Bild: Martin Strohal

Von Martin Strohal | 24.11.2020 20:54 | 8 Kommentare

Nachdem protestierende Bürger:innen in Blankenloch 900 Unterschriften für den Erhalt der Linden entlang der Badstraße an der Festhalle gesammelt hatten, gibt sich die Stadtverwaltung offen für Kompromisse und sichert „aktiven Dialog und volle Transparenz“ zu. Unklar ist nach wie vor, wie es zu dieser Situation kommen konnte.

Auf Fragen von meinstutensee.de, ob vor solchen Planungen üblicherweise ein Bestandsplan erstellt, erhaltenswerte Dinge identifiziert und entsprechende Vorgaben an die Planer gemacht werden, wollte die Stadtverwaltung bislang nicht antworten. Aktuell würden mehrere Untersuchungen zur Prüfung von möglichen Alternativen und Kompromisslösungen laufen, so die städtische Pressestelle. Man wolle dem Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern nicht vorgreifen.

meinstutensee.de wollte daraufhin von den Gemeinderatsfraktionen erfahren, ob denn nicht im Vorfeld schon Alternativen untersucht worden wären und wie es zu der aktuellen Situation kommen konnte. Und ob es nicht preisgünstiger gewesen wäre, gleich eine Anpassung des Plans zu diskutieren – wie von den protestierenden Bürgern verlangt – statt Bäume teuer und ohne Anwuchsgarantie zu verpflanzen. Die einzeln angefragten Fraktionen antworteten in einer gemeinsamen Stellungnahme, „um in dieser Angelegenheit sachlich und zielführend voran zu kommen“. Inhaltlich verwiesen sie auf die Stadtverwaltung. Auf weitere Fragen, beispielsweise wann den Gemeinderäten die Auswirkungen auf den Baumbestand bewusst geworden wären, wurde nicht eingegangen. Die Fraktionsvorsitzenden verwiesen stattdessen auf den kürzlich gefassten Beschluss, zwei der Linden zu verpflanzen, sowie auf die Kompromissbereitschaft der Stadtverwaltung und betonten, dass die Bebauungpläne im Gemeinderat ohne Gegenstimmen angenommen worden seien.

Die Stadt wolle den Dialog mit den Bürgern aufnehmen, „sobald und soweit die aktuelle Coronavirus-Lage dies zulässt“, so die Pressestelle. Wann genau das sein wird, ist derzeit noch unklar. meinstutensee.de wird die Sache weiterverfolgen.

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