Staufer-Medaille für Karl Mittag

Dr. Karl Mittag und Landrat Dr. Christoph Schnaudigel

Bild: Stadt Stutensee

Von Martin Strohal | 23.12.2019 12:12 | 6 Kommentare

Vergangenen Montag wurde Karl Mittag für seine langjährige ehrenamtliche Arbeit im Bereich des Natur- und Umweltschutzes, der sozialen Belange und des Friedens mit der Staufermedaille ausgezeichnet. Vorgenommen wurde die Ehrung durch Landrat Christoph Schnaudigel im Bürgersaal des Rathauses Stutensee.

Schnaudigel beschrieb in seiner Lobesrede die vielen ehrenamtlichen Aktivitäten des 1942 in Schivelbein (heute Polen) geborenen Mittag. Neben seiner Arbeit am Forschungszentrum habe er sich Anfang der Achtzigerjahre bei „Naturissenschaftler für den Frieden“ und im Aktionskreis für Frieden und Abrüstung in Stutensee engagiert. 1982 führte ihn diese Arbeit in die Kommunalpolitik. Er war maßgeblich am Aufbau des Ortsverbands der Grünen in Stutensee beteiligt. Seit 1984 ist er – mit dreijähriger Unterbrechung – Mitglied des Stutenseer Gemeinderats. Erst in diesem Jahr wurde er für eine weitere Amtszeit gewählt. Zwischen 1994 und 1999 war er zudem Ortschaftsrat in Friedrichstal. Seit dem Jahr 2000 ist Karl Mittag Mittglied der Agendagruppe für Natur und Umwelt in Stutensee. In dieser übernahm er 2006 die Verantwortung für Organisation und Planung und fungiert seit 2009 als ihr Sprecher. Von 1984 bis 1989 und von 1992 bis 2014 war Mittag zudem Mitglied des Kreistags, ab 1994 als Fraktionsvorsitzender der Grünen.

„Sie waren nie ein bequemer Kreisrat“, berichtete Landrat Schnaudigel. „Aber immer konstruktiv kritisch, nie eine fundamentalistische Politik verfolgend. Sie haben immer nachgehakt und den Finger in die Wunde gelegt.“

Die Auszeichnung sei Dank und Anerkennung und solle Ansporn für andere sein, etwas Vergleichbares zu leisten.

Andrea Schwarz, Landtagsabgeordnete der Grünen, gratulierte ihrem Parteifreund, der das Thema Artenschutz, intakte Umwelt sowie Einsatz erneuerbare Energien bereits lange vor Bürgerinitiativen und „Fridays for Future“ vorangetrieben habe.

„So viel Lob habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gehört“, bedankte sich Mittag. Er sei kein Staufer, denen es vorwiegend um Macht, Besitz und die richtige Religion gegangen sei. Der Hintergrund für seinen Einsatz für den Frieden sei die Vertreibung seiner Familie im Zweiten Weltkrieg aus der Heimat. „Die wichtigste politische Errungenschaft sind die Demokratie und das Grundgesetz“, so Mittag. Er wolle mit seiner ehrenamtlichen Arbeit der Gesellschaft etwas zurückgeben, die ihm vieles ermöglicht habe.

Oberbürgermeisterin Petra Becker äußerte sich ebenfalls anerkennend über die jahrzehntelange ehrenamtliche Arbeit Mittags und würdigte dabei auch die Rolle seiner Frau Dagmar.

Als Geschenk zu der Auszeichnung hat sich Mittag eine Eiche gewünscht, die am Dienstag auf den Pfennigerswiesen gepflanzt wurde.

Die Staufermedaille ist eine persönliche Auszeichnung des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg. Sie wird pro Jahr nur etwa fünfzig Mal vergeben. Auf der einen Seite ist ein Bildnis des Stauferkönigs Friedrich I. „Barbarossa“ zu sehen, auf der anderen die drei Löwen der Staufer, die heute auch das Wappen Baden-Württembergs zieren.

Das folgende Video zeigt einen Zusammenschnitt der Verleihungsfeier, basierend auf privatem Filmmaterial:

YouTube player

Bildquellen:

  • Karl Mittag erhält Staufermedaille: Stadt Stutensee
  • Staufer-Medaille für Karl Mittag: Stadt Stutensee
Unsere kostenlose App
  • Nachrichten via Push
  • Offline-Lesemodus
  • 100% gratis
App herunterladen
Ehrenamt von meinstutensee.de unterstützen
  • Unabhängiger Lokaljournalismus
  • Spenden steuerlich absetzbar
  • Sichert unsere Server & Technik
Projekt unterstützen
Rückmeldungen

Sie haben Rückmeldungen zum Thema des Artikels, Aspekte, die nicht genannt wurden? Inhaltliche Fehler? Schreiben Sie uns gerne, damit wir dem nachgehen können!
Kontakt aufnehmen


Unsere Unterstützer