Kirchliches Grundstück Teil des Neise-Areals?

Ev. Gemeindehaus Blankenloch

Bild: Martin Strohal

Von Martin Strohal | 20.03.2018 20:51 | 14 Kommentare

Stein des Anstoßes: Planungsgebiet Neise-Gelände, das auch das kirchliche Grundstück umfasst

In der letzten Gemeinderatssitzung vergangenen Montag suchte Pfarrer Jörg Seiter von der evangelischen Michaeliskirche Blankenloch die Öffentlichkeit. Sein Anliegen: Das Grundstück Gymnasiumstraße 27, auf dem sich das evangelische Gemeindehaus befindet. In den Plänen zur Neugestaltung des ehemaligen Schwimmbad- und Neise-Areals erweckten sowohl die Darstellung der Stadtverwaltung als auch die der Architekten, die den Planungswettbewerb gewonnen haben, den Eindruck, dieses Grundstück sei Teil der zu überplanenden Fläche. Die Stadt veröffentlicht diese Pläne auf ihrer Website. „Auch wenn das nur ein Konzept ist, gehört es sich einfach nicht, öffentlich fremdes Eigentum zu verplanen“, so Seiter.

In der Sache hatte er im Vorfeld bereits mit der zuständigen Baubürgermeisterin Sylvia Tröger Kontakt. Diese hatte in ihrer Antwort eine Änderung der Pläne abgelehnt. Es sei üblich, dass bei Planungen auch außerhalb des Geländes angesetzt werden kann, erklärte sie.

„Dieses Schreiben hat uns sehr enttäuscht, und wir sehen keine andere Möglichkeit, als uns hier öffentlich zu Wort zu melden“, sagte Seiter, der von Kirchenältesten begleitet wurde. Der von ihm vorgetragene Text sei im Übrigen mit dem gesamten Ältestenkreis abgesprochen und formuliert, so der Pfarrer gegenüber meinstutensee.de.

Siegerentwurf des Planungswettbewerbs, der ebenfalls das kirchliche Grundstück umfasst

Die Kirchengemeinde habe bereits vor einiger Zeit betont, dass ihr Gelände nicht zum Verkauf stehe und auch nicht in die Planung eines Kindergartenneubaus bezüglich der baurechtlich erforderlichen Fläche einbezogen werden solle.

Baubürgermeisterin Tröger erklärte, dass die korrekten Planungsunterlagen ausgelegen hätten. Es sei ihr in ihrer Laufbahn noch nicht untergekommen, dass nachträglich Wettbewerbsunterlagen geändert worden seien. Oberbürgermeister Klaus Demal bezeichnete die Angelegenheit als Missverständnis und entschuldigte sich dafür. Die Sache werde korrigiert werden. Pfarrer Jörg Seiter lud Tröger zu einer öffentlichen Sitzung des Ältestenkreises der Kirchengemeinde ein.

Bildquellen:

  • Planungsgebiet Neise-Gelände: Website Stadt Stutensee
  • Siegerentwurf Neise-Gelände: Volkswohnung Karlsruhe
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