Gastkommentar: Quo vadis, Stutensee?

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Von Redaktion meinstutensee.de | 27.01.2018 8:45 | 8 Kommentare

Ein Gastkommentar von Lars Hannemann

Die Auseinandersetzung um den Lachwald hat eine neue Qualität erreicht. Beide Lager unterstellen sich teils aberwitzige Vorwürfe. Offenbar bewirft man sich mittlerweile auch – wie die Kinder im Sandkasten – mit Dreck.

Es war abzusehen, dass dieses Thema dazu einlädt, tiefe Emotionen zu wecken. Vielen Beteiligten geht es unter die Haut. Das ist auch gut so. Nur wer mit Herzblut für eine Sache kämpft, hat auch die Chance, erfolgreich zu sein – dies wusste schon George Washington.

Doch rufe ich beide Lager dazu auf, sich nicht nur gesetzeskonform zu verhalten, sondern auch fair miteinander umzugehen. Die Auseinandersetzung muss mit Vehemenz geführt werden; aber sie muss mit demokratischen Mitteln ausgefochten werden. Die von Dr. Mayer (FW) geäußerte Sorge, dass durch eine Bürgerinitiative die Bevölkerung gespalten werden könnte, ist – so meine Beobachtungen – nicht von der Hand zu weisen. Hier ist an die Courage eines jeden einzelnen zu appellieren. Wir brauchen uns nicht wundern, wenn die Gesellschaft verroht, wenn wir so miteinander umgehen.

Ich fordere jeden dazu auf, sich zu überlegen, was er dazu beitragen kann, dass sich die Fronten nicht weiter verhärten. Denn egal, ob der Wald stehen bleibt oder abgeholzt wird, nach dem 18. Februar werden wir weiter miteinander leben müssen. Wir sehen uns auf der Straße, beim Einkaufen, auf dem nächsten Vereinsfest. Wir müssen uns dann zwar nicht freundschaftlich zuprosten, wenigstens jedoch respektvoll zunicken können.

Oder in was für einem Stutensee möchten Sie leben?

Hoffnungsvoll,
Ihr
Lars Hannemann

Bildquellen:

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