„Natur nah dran“: Stutensee unter den Gewinnern

Symbolbild

Bild: NABU Baden-Württemberg

Von Martin Strohal | 08.02.2017 20:55 | 4 Kommentare

Der Naturschutzbund Baden-Württemberg und das Umweltministerium haben die zehn Gewinner des Wettbewerbs „Natur nah dran“ bekannt gegeben. Der Preis fördert Kommunen, die auf Freiflächen wertvolle Biotope schaffen. Insgesamt hatten sich in diesem Jahr 69 Kommunen um die bis zu 15.000 Euro Fördermittel beworben.

Die Städte Boxberg, Gernsbach, Hockenheim, Radolfzell, Reutlingen, Stutensee und Süßen sowie die Gemeinden Altheim, Kirchheim am Ries und Rickenbach sind die diesjährigen Gewinner des Wettbewerbs „Natur nah dran“. Mit diesem Projekt fördert das Land gemeinsam mit dem Naturschutzbund Baden-Württemberg bis 2020 jährlich zehn Kommunen, die bestehende Freiflächen naturnah umwandeln und so wertvolle Lebensräume für viele heimische Tier- und Pflanzenarten schaffen.

„Der Siedlungsbereich bietet erhebliches Potenzial, wenn es darum geht, die biologische Vielfalt in unserem Land zu bewahren,“ sagte Umweltminister Franz Untersteller. Jeder Standort habe seine eigenen Besonderheiten und biete im wahrsten Sinne des Wortes einen bunten Strauß an Möglichkeiten, so der Minister weiter. „Ein blühender Randstreifen, eine farbenfrohe Wiese oder eine naturnahe Verkehrsinsel – jede Maßnahme ist ein Gewinn für die biologische Vielfalt.“

In diesem Jahr hatten sich 69 Kommunen um Fördermittel aus dem Projekt „Natur nah dran“ beworben. „Das große Interesse an der zweiten Ausschreibungsrunde zeigt, dass sich Städte und Gemeinden im Land der Bedeutung der biologischen Vielfalt bewusst sind und Verantwortung für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen übernehmen“, freute sich Untersteller. Den siegreichen Kommunen wünsche er viel Erfolg bei der Umgestaltung und Pflege ihrer Grünanlagen.

Projekt „Natur nah dran – Biologische Vielfalt in Kommunen fördern“

Der Naturschutzbund Baden-Württemberg führt das Projekt „Natur nah dran – Biologische Vielfalt in Kommunen fördern“ im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg durch. Das Projekt ist in der Naturschutzstrategie Baden-Württemberg verankert und wird sowohl vom Umweltministerium als auch über die Nachhaltigkeitsstrategie des Landes gefördert. „Natur nah dran“ erfährt außerdem Unterstützung vom Städte- und vom Gemeindetag Baden-Württemberg.

Voraussetzung zur Teilnahme an dem Wettbewerb ist die Bereitschaft der Kommune, mit den Fördermitteln des Landes ausgewählte innerörtliche Grünanlagen naturnah umzugestalten und dauerhaft zu pflegen. Die siegreichen Kommunen erhalten eine Zuwendung in Höhe von 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, maximal jedoch 15.000 Euro.

Bildquellen:

  • "Natur nah dran": NABU Baden-Württemberg
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