Exklusiv-Interview mit OB-Kandidatin Susanne Enderle

Bild: Die PARTEI Stutensee

Von Martin Strohal | 27.12.2014 20:26 | 20 Kommentare

Susanne Enderle

Susanne Enderle

Susanne Enderle (Jahrgang 1981) ist in Weingarten aufgewachsen und wohnhaft. Sie ist Vorstandsmitglied der Partei „Die PARTEI“ Ortsverband Stutensee und tritt im Februar 2015 gegen Amtsinhaber Klaus Demal bei der Wahl zum Stutenseer Oberbürgermeister an. meinstutensee.de hat ihr dazu ein paar Fragen gestellt.

meinstutensee.de: Frau Enderle, Sie kandidieren für das Amt der Oberbürgermeisterin. Was verbindet Sie mit Stutensee?

Susanne Enderle: Darauf möchte ich mit einem Zitat antworten: „Wie kommt ein Weingartener am schnellsten in die Stadt? Er fährt nach Staffort.“ Dieser schlechte Witz zeigt, welch Charme von Stutensee aus geht.

Fünf Dörfer, die gemeinsam eine Stadt bilden. Das ist klasse! Zum einen gibt es die Möglichkeit dörfliches Leben zu genießen und in ländliches Flair einzutauchen. Zum anderen bietet eine große Kreisstadt in mitten deser wundervollen Natur viele Chancen.

Sie kandidieren für die „PARTEI“. Ist Ihre Aufstellung nur Spaß oder Provokation? Oder bewerben Sie sich ernsthaft für 8 Jahre Arbeit im Rathaus?

Natürlich bewerbe ich mich ernsthaft um dieses Amt. Im Gespräch mit den Menschen hier in Stutensee hat sich gezeigt, dass es an der Zeit ist einen Neustart zu wagen. Nach 16-jähriger Amtszeit meines Mitbewerbers brauchen wir frischen Wind im Rathaus. Alte Strukturen müssen aufgebrochen werden. Die PARTEI steht für den unkonventionellen Umgang mit solchen fest gefahrenen Strukturen.

Welche Ziele haben Sie für Ihre erste Amtszeit, wenn Sie denn gewählt würden?

Als Oberbürgermeisterin werde ich mich mit ganzer Kraft für Stutensee einbringen. Mein Ziel ist es, neue Impulse zu setzen, Visionen zu suchen und Stutensee gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürger in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.

Besonders am Herzen liegen mir folgende Themen: Kinder, Jugend, Schule, Arbeitsplätze, Wirtschaftsförderung, Familie, Senioren, Wohnen, ÖPNV, Verkehr, Umwelt, Infrastruktur, Sicherheit. Aber auch: schnelles Internet, Autofahrer, Hundebesitzer, Katzenliebhaber, Akademiker, Infrastruktur, Landwirtschaft, Lebensqualität, Nachhaltigkeit, Ernsthaftigkeit, Einigkeit, Safttrinker, Fließbandarbeiter, Altpapier, Neupapier, Vereine, Bahnhofsverlegungen, Neuverschuldung, günstiger Wohnraum, Steuerverschwendung, Bürgerbeteiligungen, Freibier, Grußpflicht und Fußgänger sowie alles andere. Über diese Ziele im Einzelnen können wir gerne nochmals im kommenden Jahr sprechen.

Was unterscheidet Sie vom aktuellen Amtsinhaber? Warum sollte man Sie wählen und nicht ihn?

Die Menschen in Stutensee haben es verdient, ernst genommen zu werden. Die PARTEI Stutensee tut dies, indem sie meine Kandidatur unterstützt. In was für einer Demokratie leben wir denn, wenn nur ein Name auf dem Wahlzettel steht?

Wir brauchen eine ernsthafte Alternative zum aktuellen Oberbürgermeister. Eine zukunftsfähige Alternative. Diese Alternative bin ich!

Welche Entscheidungen des derzeitig amtierenden OBs in den vergangenen Jahren hätten Sie anders getroffen?

Herr Demal sagte einmal vor Jahren, sein Ziel sei es, dass es nicht mehr Stutensee bei Karlsruhe heißt, sondern Karlsruhe bei Stutensee. Ich denke hier hat der amtierende OB versagt. Es gibt immer noch zu viele Karlsruher, die keine Ahnung haben, wo Stutensee überhaupt liegt.

Momentan hinterfrage ich den Umgang mit dem aktuellen Haushaltsplan. Hier muss transparenter gearbeitet werden. So bin ich beispielsweise sicher, dass nur ein Bruchteil der Bürgerinnen und Bürger über die zukünftige hohe Neuverschuldung informiert ist.

Wie beurteilen Sie die Entwicklung Stutensees in Vergleich mit anderen Kommunen im Landkreis? Wo steht Stutensee besonders gut da, wo gibt es Nachholbedarf?

Die Lage Stutensees ist an sich ein klarer Wettbewerbsvorteil. Beispielsweise verlieren Gemeinden im Odenwald und Kraichgau seit Jahren Einwohner während Ortschaften im „Karlsruher Speckgürtel“ stetig wachsen. Ich denke wir müssen neue, bezahlbare Wohnkonzepte erarbeiten. So kann das ständige Ausschreiben von Neubaugebieten keine dauerhafte Lösung sein.

Wenn Geld ausnahmsweise einmal keine Rolle spielen würde und Sie völlig frei in Ihrer Entscheidung wären, was würden Sie in oder für Stutensee umsetzen?

Zunächst einmal antworte ich unverfänglich wie jeder Politiker: Wenn Geld keine Rolle spielen würde? Nun, da müssen wir die Bürgerinnen und Bürger fragen, was wir dann machen sollten.

Persönlich würde ich gerne allen kritisch verschuldeten Stutenseern auf einen Schlag ihre Kredite zurückzahlen. Wäre dann noch Geld übrig, würde ich mich dafür stark machen, die FIFA-Fußballweltmeisterschaft von Katar zurück zu kaufen und in Stutensee auszutragen.

Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen!

Sehr gerne, Herr Strohal. Jeder Zeit wieder.

Bildquellen:

  • Susanne Enderle: Die PARTEI Stutensee
Unsere kostenlose App
  • Nachrichten via Push
  • Offline-Lesemodus
  • 100% gratis
App herunterladen
Ehrenamt von meinstutensee.de unterstützen
  • Unabhängiger Lokaljournalismus
  • Spenden steuerlich absetzbar
  • Sichert unsere Server & Technik
Projekt unterstützen
Rückmeldungen

Sie haben Rückmeldungen zum Thema des Artikels, Aspekte, die nicht genannt wurden? Inhaltliche Fehler? Schreiben Sie uns gerne, damit wir dem nachgehen können!
Kontakt aufnehmen


Unsere Unterstützer